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Entwurf zu einem
Lebenslauf
[handschriftlich von M. Hardegger, 1952]
Geboren 20. II. 1882 in Bern als Tochter eines eidgenössischen
Bematen (Telegrafist) und eienr Hebamme. 4 Jahre Primarschule, 5 Jahre
Sekundarschule, 15jährige nach Neuchâtel in die Ecole
supérieure. 1898-1900 Telefonistin mit Vorbereitung für das
Gymnasium (1900-1902). Und Erlangung der Matura (Bachaut) folgen 2
Jahre Studium (med.+jur.), mit 1. Heirat und Beginn gewerkschaftlicher
Tätigkeit ab 1.I.1905 – Sommer 1909 Sekretärin d. schweiz
Gewerkschaftsbundes. Gründung zweier kleiner Frauenzeitungen („Die
Vorkämpferin“ und „L’Exploitée“). 1909 Rücktritt und
Arbeitssuche in Deutschland (Frankfurt, München, schliesslich
Berlin: am internationalen bibliographischen Institut.) 1912:
Ehescheidung mit Rückkehr nach Bern. Seit 1902 antimilitaristische
Tätigkeit. Wiederaufnahme des jur.Studiums und redaktionelle
Arbeit. Mit Kriegsausbruch: Umstellung zum Handwerk. Reisedekorateur
bis zum Generalstreik 1918. Von da an Versuche sozialistischer
Siedlung, zuerst in Herrliberg vor Zch, seit 1919 in Minusio im Tessin:
Übersetzer, Buchhalter – daneben historische und
religionsgeschichtliche Privatstudien. Seit Mai 1949 (Paris) bei den
Partisanen des Friedens als Aktivistin – gewählt zum Sekretär
für die italienische Schweiz (1. Plebiszit 3000 Unterschriften, 2.
Plebiszit: 1800 Unterschriften. Seit 1936 Comitato Pestalozzi,
gegründet zu Gunsten der Kinder in der spanischen Republik. Seit
Sept. 1952 ist das C.P. eine Gruppe der schweiz. Frauenfoederation
für Frieden und Fortschritt (I.F.F.B.). Seit Herbst 1951: in der
Vereinigung zur Vorbereitung eines schweiz. Friedenskongresses. Seit
4./5.X.1952: ernannt in das schweiz. Friedensparlament, aktiv in der
„deutschen Frage“.
[Quelle: Bestand der Stiftung Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung Zürich, Zentralbibliothek Zürich]
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